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Alexander Steig, MONUMENT I, 2011
Edition
1 von 1
Jahr
Typ
Edition
Medientyp
Foto
Size

Farbfotografie (Ausbelichtung auf Pearl Supreme)

Größe

30 × 21cm

Edition
10 + 3AP
Verfügbar
Yes
Beschreibung

Die Farbfotografie des Künstlers Alexander Steig (geb. 1968) zeigt einen düsteren, nur wenig beleuchteten Kellerraum. Der Blick fällt auf einen Stuhl mit einem Monitor, neben einer dunkelgrünen Tür.

 

In seinen Arbeiten setzt sich Künstler kritisch mit dem Thema der Selbst- und Fremdbestimmung in einer zunehmend kontrollierten Gesellschaft auseinander. Im Vordergrund steht hierbei die Erforschung unterschiedlicher Realitätsebenen und die damit verbundenen Wahrnehmungsstrukturen. Steig reflektiert allerdings nicht nur das Zustandekommen von Bildern, sondern thematisiert auch die Schaulust des Subjekts. Minimalistisch konzentrierte Videoinszenierung mit dem sogenannten Closed-Circuit-Verfahren finden bei ihm besonderen Einsatz.

 

Das Closed-Circuit-Verfahren ist in der Kunstgeschichte spätestens seit den frühen 1970er Jahren durch Künstler wie Nam June Paik (1932-2006) - dem Begründer der Video- und Medienkunst - oder dem amerikanischen Konzeptkünstler Bruce Naumann (geb. 1941) bekannt, welche der Frage nach der Beschaffenheit der Wirklichkeit, sowie der eigenen Identität nachgehen. Zur selben Zeit finden sich Closed-Circuit-Installationen auch im Alltag in Form von Überwachungskameras wieder. Die öffentliche und private Sphäre unterliegt immer mehr der Beobachtung und Kontrolle und suggeriert durch die Überwachung trügerische Sicherheit, unterwandert aber zugleich auch die eigene Privatsphäre.

 

Steigs Video-Installationen wirken in einem hochtechnisierten Zeitalter wie ein lakonischer Kommentar auf die Absurdität der massenhaften Datenspeicherung der Überwachungskultur unserer Zeit. Die Skepsis richtet sich gegen eine Bilderflut, die sich unserer Verfügbarkeit zwangsläufig entzieht, weil wir die Vielfalt an Informationen nicht mehr aufnehmen können. Dabei zielt er auf die Problematik eines Kontrollsystems, das seine Spannung aus der Dialektik der Erwartungshaltung des Betrachters bezieht.