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Kurt Eisner Kulturstiftung Förderpreise 2008: Shirin Homann-Saadat + Marold Langer-Philippsen
Gruppenausstellung
Kategorie
Ausstellung (Gruppenausstellung)
Typ
Gruppenausstellung
Eröffnungsdatum
07.11.2009
Start
07.11.2008
Ende
09.11.2008
Personen
Beschreibung

Alle zwei Jahre schreibt die Kurt Eisner Kulturstiftung Kunstförderpreise in Höhe von EUR 8.000,- aus. Die vom Kuratorium aus über 120 Einreichungen ausgewählten Preisträger/innen 2008 sind Shirin Homann-Saadat (Berlin) für ihr Projekt „Ist die Sicherheitsfrage ausstellbar? Ein demokratisches Experiment mit Hilfe von Minen und Streubomben“ und Marold Langer-Philippsen (Berlin) für das Projekt „Raeteradio“.

Vom 7. bis 9. November 2008 werden die beiden geförderten Projekte im kunstraum muenchen präsentiert.

Wir laden Sie herzlich ein zur Abschlussveranstaltung, Eröffnung und Künstler/innengespräch:

7. November 2008, 19 Uhr:
Abschluss des Projekts "raeteradio.de" - Daniel Herrmann spricht über "Ein Lenin für Bad Tölz"
Ab 20 Uhr: Cornelia Gockel im Gespräch mit den FörderpreisträgerInnen

8. und 9. November, 12 bis 19 Uhr:
Ausstellung der Projekte und Zugang zum Raeteradio-Übertragungsarchiv


Die Ausschreibung der Kurt Eisner Kulturstiftung 2008 nahm sich den 90. Jahrestag der Proklamation des Freistaat Bayern durch Kurt Eisner am 7. November 1918 zum Anlass und wählte künstlerische Arbeiten aus, die im Sinne der Freiheitsideale Kurt Eisners sowie des Rats geistiger Arbeiter Stellung beziehen und die aktuelle Relevanz der in der Rätezeit thematisierten Fragestellungen – soziale Gerechtigkeit, Pazifismus, Antimilitarismus, die Förderung des öffentlichen Dialogs zwischen Politikern und Künstlern als Grundlage einer freiheitlichen und friedlichen Gesellschaftspolitik – reflektieren.

Mit der Gründung des Freistaat Bayern begann in Deutschland erstmals ein demokratisches Experiment, das auf Frieden, sozialer Gerechtigkeit, den Menschenrechten und der Souveränität des Volkes beruhte. Viele Künstler, Schriftsteller und Philosophen beteiligten sich an dieser neuen Entwicklung, darunter Paul Klee, Hans Richter, Rainer Maria Rilke, Heinrich Mann, Oskar Maria Graf, Erich Mühsam, Ernst Toller, Gustav Landauer. Ziel der Künstler und des Rats geistiger Arbeiter war der freiheitliche Dialog und die Integration von Kunst und Politik in die gesellschaftliche Öffentlichkeit. Ein halbes Jahr später war das demokratische Experiment von militaristischen und nationalistischen Verbänden erstickt, Kurt Eisner erschossen (21. Februar 1919), Gustav Landauer erschlagen (2. Mai 1919) und etwa 800 Menschen ermordet.

Um die freiheitlichen und demokratischen Werte der ersten Demokratie in Deutschland aktiv in Erinnerung zu halten, gründeten Wolfram Kastner und Gerhard Koitschew 1988 zusammen mit 19 weiteren Künstlerinnen und Künstlern die Kurt Eisner Kulturstiftung. Seit 20 Jahren fördert die Kurt Eisner Kulturstiftung Kunst, die sich öffentlich einmischt und politisch artikuliert.

Weitere Informationen: www.kurt-eisner-kulturstiftung.de




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